Aus dem Stengelbast der zweikeimblättrigen Jutepflanze (Corchorus capsularis)
gesponnenes Tragbehältnis. Der
J. kommt meist in erdigen Naturfarben
daher und zeigt
nach häufiger Anwendung ein buntes Muster aus Rotwein-
und anderen Flecken. Relikt aus einer Zeit, die alles
genau sehen wollte:
die Körner im Brot und die Maserung
im Holz. Grob gewebte Stoffe galten
damals als
Alternative zu glänzenden Oberflächen aus Kunststoff
wie z.B.
Sprelacart. Gilt seit dem Aufstieg der Modefaser
Hanf selbst in Ökokreisen
als Ladenhüter. Vermutlich
auch, weil sich Jute schlecht rauchen lässt.
© aus: Bodo Mrozek,Lexikon der bedrohten Wörter. Rowohlt Verlag 2005, 224S.,8,90€.